3. Brandenburger Kongress der Jugendarbeit „Auftrag Jugendarbeit: politisch!? – integrativ!? – demokratisch!?

Ziel des 3. Brandenburger Kongresses der Jugendarbeit ist es, neben dem Fachaustausch unter Kolleginnen und Kollegen, die Vielfalt und die Pluralität der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit in Brandenburg aufzuzeigen und damit die Stärkung des Handlungsfeldes im Spannungsfeld von gesellschaftlichen Erwartungen und Interessenvertretung für junge Menschen zu erreichen. Er will Impulse für die Arbeit der in der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit Tätigen in Brandenburg geben.
Der Fachkongress bietet über 70 Fachforen, Vorträge, Workshops und Projektpräsentationen. Darüber hinaus gibt es eine Fachmesse (“Markt der Möglichkeiten”), in denen Methoden, Theorien, gute Praxisbeispiele oder ein „Blick über den Gartenzaun“ zu den Themenbereichen „Gesellschaft“, „Haltung“, „Vielfalt“ und „Rahmenbedingungen“ vorgestellt werden können.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Was Jugendliche zur Flucht treibt – neue UNICEF-Studie

UNICEF ruft G7-Staaten auf, Sechs-Punkte-Plan zum Schutz von Kindern auf der Flucht und in der Migration umzusetzen

Die weltweite Zahl von Kindern und Jugendlichen, die allein als Flüchtlinge oder Migranten unterwegs sind, hat sich laut UNICEF seit 2010 verfünffacht. Allein in den vergangenen beiden Jahren wurden in 80 Ländern etwa 300.000 unbegleitete und von ihren Eltern getrennte Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren registriert, 2010 und 2011 waren es nur 66.000 Kinder.

Zu diesem Ergebnis kommt UNICEF in dem neuen Bericht „A child is a child. Protecting children on the move from violence, abuse and exploitation“. Der Report dokumentiert die Motive der Heranwachsenden, sich auf den Weg zu machen sowie die Risiken, denen sie ausgesetzt sind. Denn immer mehr minderjährige Flüchtlinge und Migranten weichen auf extrem gefährliche Routen aus.

Da es kaum legale Wege gibt, um Landesgrenzen zu überqueren, sind sie auf die Hilfe von Schleusern und Menschenhändlern angewiesen. Der Bericht unterstreicht die dringende Notwendigkeit internationaler Vereinbarungen und Maßnahmen, um diese Kinder und Jugendlichen vor Ausbeutung, Missbrauch und dem Tod zu bewahren.

„Jedes einzelne Kind, das sich allein auf die Suche nach einer neuen Heimat macht, ist eines zu viel. Wir Erwachsenen tun zu wenig, um sie zu schützen“, so Justin Forsyth, stellvertretender Exekutivdirektor des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen. „Skrupellose Schleuser und Menschenhändler nutzen die Verletzlichkeit der Mädchen und Jungen aus. Sie helfen ihnen über die Grenzen, nur um sie wie Sklaven zu verkaufen oder zur Prostitution zu zwingen. Es ist unfassbar, dass wir Kinder und Jugendliche nicht besser vor diesen Verbrechern schützen können.“

Foto: © UNICEF/UN062486/Gilbertson VII Phot

See YOU! Ein Fotoprojekt mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen in Brandenburg

Freitag, 15.09.2017 – Freitag, 03.11.2017

Der Verband der Musik- und Kunstschulen Brandenburg realisierte mit vier Kunstschulen dieses Fotoprojekt. Die Macher sind Jugendliche, die ihre Flucht bis nach Brandenburg geführt hat.

Mit ansässigen Jugendlichen waren sie auf Fototour und zeigten sich Eindrücke ihres (neuen) Lebensumfeldes. Wie erleben die Jugendlichen, die bei uns ankommen, das fremde Land, das so anders ist als ihre Heimat, von der ihnen nichts als eine Erinnerung geblieben ist? Die Ausstellung setzt der Medienbilderflut die persönliche Bildsprache derjenigen entgegen, über deren Zukunft auf den politischen Weltbühnen täglich entschieden wird.

Kunstschulen und Dozentinnen und Dozenten: Michael Lüder (Kunstschule Potsdam), Hannah Schwegel (Jugendkunstschule Teltow), Angelique Préau und Laura Thyrolf (Offener Kunstverein Potsdam), Alexander Zimmermann (Kunsthaus Templin)

Die Vernissage zur Ausstellung findet am Freitag, 15. September, um 18 Uhr im 1. OG des Neuen Rathauses statt.
Die Fotos sind vom 15. September bis 3. November im 1. OG des Neuen Rathauses zu sehen.
Eintritt frei

Veranstaltungsort
Rathaus Teltow/ Obergeschoss
Marktplatz 1-3
14513 Teltow

Europäische Konferenz zur Soziokultur in ländlichen Räumen

Unter dem Titel „Artistic Processes and Cultural Participation – New Perspectives for Rural Development“ veranstalten das European Network of Cultural Centres (ENCC), das durch KREATIVES EUROPA – KULTUR gefördert wird, und das Institut für Kulturpolitik der Uni Hildesheim eine dreitägige europäische Konferenz vom 25.-27.10.2017 in Hildesheim.

Akteure der Soziokultur, Forschende, Studierende, kulturpolitische Entscheider und Akteure ländlicher Entwicklung sind eingeladen, dort über Potentiale und Herausforderungen der partizipativen Kulturarbeit in ländlichen Räumen zu diskutieren. So sollen neue Strategien, Positionen und Netzwerke entstehen, um gemeinsam neue Gestaltungsmöglichkeiten für die ländlichen Räume Europas zu finden.

Mehr Infos hier.

INSTANT ACTS Theaterprojekt

INSTANT ACTS gegen Gewalt, Rassismus und Islamophobie 13. September 2017 in Eisenhüttenstadt.
Junge Musiker, Akrobaten, Tänzer, Performer, Geschichtenerzähler aus Ägypten, Brasilien, Burkina Faso, Frankreich, Israel, Italien, Kroatien, Palästina, Polen und Tschechien gestalten im September und Oktober 2017 Projekttage in Schulen, Theatern und Jugendgefängnissen mit Workshops wie Beatbox, Breakdance, Capoeira, Fußball Freestyle, Hula Hoop, Jonglieren, Musik, Physical comedy, Singen, Storytelling, Theater und Trommeln. Im Anschluss werden die Workshopergebnisse untereinander gezeigt. Zum Abschluss findet das Spektakel der Künstler statt. Die Tour führt durch Baden-Württemberg, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Italien. Weitere Informationen www.interkunst.de.
INSTANT ACTS gegen Gewalt und Rassismus ist ein internationales Theaterprojekt der kulturellen Jugendbildung, das seit 1993 Projekttage überwiegend im ländlichen Raum initiiert. Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren lernen mit konkreten künstlerischen Angeboten eine fremde Kultur kennen.