Dachverband

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Über uns

Die Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Brandenburg e. V. ist vieles zugleich:

  • Sie ist Dach- und Fachverband für Kulturelle Bildung, also eine Interessenvertretung für ihre Mitglieder. Diese kommen aus den Sparten Tanz, Theater, Zirkus und Spiel, Musik, Literatur, Bildende Kunst, Film und Neue Medien sowie deren Überschneidungen.
  • Für Städte und Gemeinden ist die lkj Brandenburg Ansprechpartnerin für eine strukturelle und inhaltliche Entwicklung im Bereich der Kulturellen Bildung und Jugendbeteiligung.
  • Die lkj Brandenburg führt eigene Projekte im Bereich der Kulturellen Bildung durch und steht dabei für konsequente Kinder- und Jugendbeteiligung und den Austausch zwischen den Generationen.
  • Sie ist Trägerin im Bundesfreiwilligendienst für junge Erwachsene bis 27 Jahre und im Bereich 27 plus.

Grundsätze

Kulturelle Bildung für eine offene Gesellschaft

Die lkj Brandenburg schafft Foren und Anlässe, die die Aktivitäten ihrer Mitglieder weitreichend sichtbar machen. Sie setzt Landesprojekte um, die daraufhin zielen, Kulturelle Bildung in Brandenburg in die Prozesse und Institutionen lebenslangen Lernens stetig zu verankern. Sie möchte Vielfalt, Toleranz und Demokratie in Brandenburg stärken.

Die lkj Brandenburg versteht Kulturelle Bildung als substanziellen Teilbereich eines allgemeinorientierenden Bildungsprozesses. In seiner Gesamtheit qualifiziert dieser für eine aktive Mitgestaltung sozialer, politischer und kultureller Herausforderungen einer Gesellschaft im ständigen Wandel.

Wir treten für einen weiten Kulturbegriff ein, von Themen der Alltagskultur bis zur Hochkultur. Dazu gehören nicht nur die heute klassischen Sparten der musischen Bildung, sondern auch teilweise in den Hintergrund getretene Themen, wie die Rhetorik – die Kunst des Streitgesprächs, die Rechtskultur, die Bau- und Siedlungskultur und das Design, sowie Kursentwicklungen zu Partizipation und Engagement, zu Kohärenz und Resilienzfähigkeit, wie auch die Fähigkeit Konfliktsituation mediativ bearbeiten zu können.

Diskussionspapier Kulturelle Bildung an Schulen

Arbeitsprinzipien

(a) Im Gegensatz zum unterrichtlichen, verpflichtenden Lernen in der Schule, gehen wir grundsätzlich davon aus, dass freiwillig künstlerisch-kulturellen Lernprozesse am ehesten zu Eigenaktivität und künstlerischen Gestaltungsprozessen anregen.

(b) Wiederkehrende Prozesse werden als zwingend notwendig angesehen, um Bildung zu festigen. Die Kontinuität von (Kurs-) Angeboten ist insofern eine Grundlage für gelingende Bildungsprozesse. Darüber hinaus lassen Projekte Einblicke in andere Arbeitsfelder zu und sind somit gleichermaßen notwendig und gleichwertig. Als essentiell wird die Ergebnispräsentation angesehen, da damit persönliche Darstellungsmöglichkeiten trainiert werden und Wertschätzung einhergeht.

(c) Sowohl im kontinuierlichen Angebot als auch im Projektbereich wird eine hohe Eigenaktivität von Kindern- und Jugendlichen angestrebt, die von Künstler*innen und Pädagog*innen qualitativ begleitend entwickelt wird.

(d) Wir bieten Lernräume für Kinder und Jugendliche, in dem der Prozess, Versuch und Fehlerfreundlichkeit, Experiment und Zufall als genauso wichtig und erforderlich angesehen werden, wie technisch und intuitiv erworbene Gestaltungs- und Wahrnehmungskompetenzen.

(e) Wir sind Trägerin in der Jugendhilfe und bieten Kindern und Jugendlichen für ihre besonderen Lebensphasen ein Umfeld an, das neben der Entwicklung künstlerisch-kreativer Kompetenzen prinzipiell auch sozialpädagogische Intentionen verfolgt. Wir konzentrieren uns nicht auf Talent- oder Begabtenförderung bzw. ausschließlich künstlerische Projekte. Qualifizierte Mitarbeiter*innen begleiten die Kinder und Jugendlichen, es stehen geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung.

(f) Die Mitgliedsorganisationen streben eine Auswertung ihrer Projekte an und beziehen die Ergebnisse in die Weiterentwicklung ihrer Angebote ein.